logo st benedikt

 

           Rahmenbedingungen und möglicher Ablauf öffentlicher Gottesdienste
                                             mit beschränkter Teilnehmerzahl
                               ab dem 4. Mai 2020 in der Diözese Würzburg





Grundsätzlich gilt:

1. Das Wichtigste ist in der Situation der Corona-Krise der Schutz der Gesundheit der Gläubigen!

2. Die Feier des Gottesdienstes ist ein Grundvollzug von Kirche und ein wesentlicher Glaubensvollzug der Gläubigen. Insofern ist es ein wichtiges Anliegen, nach Wochen ohne die Feier öffentlicher Gottesdienste diese wieder zu ermöglichen, soweit es der Schutz der Gläubigen zulässt.

3. Im Bistum Würzburg wird es eine gestufte Wiederzulassung öffentlicher Gottesdienste geben. Zunächst sind nur nichteucharistische Gottesdienstformen erlaubt. Nach einer gewissen Zeit und dem Sammeln von Erfahrungen und deren Auswertung wird über die Zulassung der öffentlichen Feier der Eucharistie neu beraten. Die Heilige Messe kann weiter über Streaming-Angebote mitgefeiert werden. Dieses Vorgehen deckt sich mit dem Votum der medizinischen Fachberatung der bayerischen Staatsregierung.

4. Überlegungen zur liturgischen Feiergestalt

Insgesamt stellt sich die Frage, ob die Feiergestalt der gottesdienstlichen Vollzüge in ihrem Sinn erhalten bleibt oder geradezu konterkariert wird bei den Vorgaben und Einschränkungen, die getroffen werden müssen. Dies betrifft vor allem die Feier der Eucharistie. Die Wiederaufnahme öffentlicher Gottesdienste vor Ort muss deshalb gut bedacht werden.

Geeignete nichteucharistische Gottesdienstformen sind Wort-Gottes-Feiern ohne Kommunionspendung, die Feier der Tagzeitenliturgie und Andachten, besonders Maiandachten.

Verstärkt sollte auch die eucharistische Anbetung angeboten werden, um der Sehnsucht der Gläubigen nach der Eucharistie entgegen zu kommen.

5. Besonderheiten im Bistum Würzburg
Das Bistum Würzburg ist von ländlicher Struktur geprägt, in der viele kleine Gemeinden mit entsprechenden Kirchen und einer noch regen Volksfrömmigkeit bestehen.

Die Beschränkung von Gottesdiensten auf nur große Kirchen ist deshalb für das Bistum Würzburg eher schwierig. Es kommen allerdings nur Kirchenräume in Frage, in welchen die Bankreihen von beiden Seiten frei zugänglich sind. Des Weiteren muss auch darauf geachtet werden, dass Altarraum und die weiteren Räume wie z.B. die Sakristei genügend Raum für die vorgeschriebenen Abstände zwischen den einzelnen Personen bieten. Sollten in einer Pfarreiengemeinschaft nur Kirchen mit wandbündigen Bankreihen vorhanden sein, muss eine Form der Feier gefunden werden, in der die Gläubigen nacheinander die Bankreihen verlassen und in gleicher Weise wieder in die Bank zurückkehren. Ein aneinander Vorbeigehen oder Übersteigen in einer Bankreihe ist nicht zulässig!

Hinzu kommt der Wunsch, dass durch erhöhte Auflagen und Zulassungsbeschränkungen zu Gottesdiensten nicht die Menschen ausgeschlossen werden dürfen, die sich gerade nach der Feier der Gottesdienste sehnen.

Es ist sinnvoll, pro Pfarreiengemeinschaft zunächst nur einen Kirchenraum zu bestimmen, in welchem öffentliche Gottesdienste wieder zugelassen und Erfahrungen gesammelt werden können.

Nun folgen Auflagen, die zu beachten sind für die Durchführung öffentlicher Gottesdienste. Können diese Auflagen, aus welchen Gründen auch immer, nicht erfüllt werden, ist die Durchführung gottesdienstlicher Feiern in jedem Fall zu unterlassen aus Verantwortung für und Rücksichtnahme auf die Gesundheit der Gläubigen.

Für die Feiern im Einzelnen gilt:
6. Vorbereitung:
6.1 Aufnahmekapazität, Festlegung der Plätze, Ein- und Ausgang
Die Aufnahmekapazität der Kirche, in der der Gottesdienst stattfinden soll, richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Kriterium ist die Einhaltung des notwendigen Mindestabstands von mindestens 2 m zwischen zwei Personen. Dies wird durch entsprechende Belegung von Kirchenbänken (nur jede 2./3.) Reihe) sichergestellt. Hieraus ergibt sich die Anzahl der belegbaren Plätze.
 Eine Höchstzahl von Personen kann je nach Praktikabilität vor Ort festgesetzt werden.
 Bei der Berechnung der Höchstteilnehmerzahl werden Priester und Lektor/innen sowie Organist nicht mitgerechnet. Die Abstandsregelungen sind auch im Altarraum einzuhalten. Familienmitglieder in gemeinsamer Wohnung sind zum Einhalten der Abstandsregel nicht verpflichtet.
Gemäß dieser Festlegung werden alle Plätze markiert, nummeriert und ein Sitzplan erstellt. Ein- und Ausgang müssen über vorgegebene Türen erfolgen. Die Wege innerhalb der Kirche werden festgelegt, Abstände sind auf dem Boden zu markieren. Fluchtwege sind offen zu halten. Emporen bleiben geschlossen.

6.2 Festlegung des Teilnehmerkreises
Um sicherzustellen, dass die definierte Höchstzahl der Teilnehmer eingehalten wird und um Menschenansammlungen vor dem Kircheneingang sowie Konflikte vor Ort zu vermeiden, wird empfohlen, in einem Anmelde- oder anderen Verfahren vor Ort den Teilnehmerkreis festzulegen. Wenn aufgrund der regelmäßigen Besucherzahlen sicher zu erwarten ist, dass die Anzahl der in der Kirche verfügbaren Plätze ausreicht, ist kein Anmeldeverfahren notwendig.

7. Hygienevorgaben während des Gottesdienstes Für den Gottesdienst sind folgende Hygienevorgaben und Maßnahmen zum Infektionsschutz einzuhalten:
 Die Teilnahme von Personen mit Fieber oder Symptomen einer Atemwegserkrankung , von Personen, die mit COVID 19 infiziert oder an COVID 19 erkrankt sind, ist nicht zulässig. Ebenso dürfen keine Personen teilnehmen, die vom Gesundheitsamt als Kontaktperson der Risikogruppe 1 (Personen, die für mindestens 15 Minuten aus einem Abstand von bis zu 2 Metern einen Kontakt zu einer Infizierten Person hatten) eingestuft wurden.
 Während des Gottesdienstes haben die Besucherinnen und Besucher eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, die lediglich beim Kommunionempfang beiseite genommen werden kann.
 Gemeindegesang ist allenfalls in sehr reduzierter Form vorzusehen, da Singen ein besonderes Risiko (Tröpfcheninfektion) birgt. Das Gotteslob ist selbst mitzubringen.
 Auf Chorgesang wird verzichtet.
 Während der gesamten Zeit sind die allgemeinen Regeln, insbesondere der Abstand zwischen Personen einzuhalten
 Mikrofone sind nur von einer Person zu benutzen und anschließend zu desinfizieren.
 Soweit erhältlich ist am Eingang ein Handdesinfektionsmittelspender sichtbar aufzustellen.

Die allgemeinen Vorgaben für Kirchenräume gelten auch während des Gottesdienstes, insb. kein Weihwasser in den Weihwasserbecken, kein Auslegen von Büchern (Gotteslob o.a.).

8. Voraussetzung für die Teilnahme am Gottesdienst
Die Teilnehmer werden in geeigneter Weise, z.B. bei der Anmeldung darauf hingewiesen, dass sie nicht am Gottesdienst teilnehmen dürfen, wenn sie unspezifische Allgemeinsymptome, Fieber oder Atemwegsprobleme haben, infiziert oder unter Quarantäne gestellt sind oder in den letzten vierzehn Tagen vor Anmeldung Kontakt zu einem bestätigten an COVID-19 Erkrankten gehabt haben und dass bei Änderung einer dieser Voraussetzungen auf die Teilnahme zu verzichten ist. Sofern ein Anmeldeverfahren durchgeführt wird, erstellt die Pfarrei für die Zugangskontrolle für jeden Gottesdienst eine Teilnehmerliste mit den Namen.

9. Zeitliche Dauer
Die Dauer des Gottesdienstes darf 60 Minuten nicht überschreiten.

10. Einlass
10.1 Eingangstür
An der festgelegten Eingangstür sind zur Einhaltung des Abstands von mindestens 2 m beim Anstehen entsprechende Bodenmarkierungen der Abstände anzubringen. Durch geeignete Maßnahmen ist ein unkontrollierter Zugang an allen anderen Türen, die aus Sicherheitsgründen nicht abgeschlossen werden dürfen, zu verhindern. Die Eingangstür ist geöffnet, damit niemand beim Eintreten Türgriffe anfassen muss.

10.2 Einlasskontrolle am Eingang und Einnahme der Plätze
Die Kontrolle am Eingang stellt sicher, dass die ermittelte Aufnahmekapazität eingehalten wird und erfolgt durch eine oder mehrere geeignete Person(en) als Ordner/in (Ehrenamtliche aus der Pfarrei oder ältere Ministranten/innen), die keiner Risikogruppe angehören darf und eine Mund-Nase-Bedeckung und Handschuhe tragen muss. Der/die Ordner kontrollieren unter Einhaltung der Abstandsregeln, dass die vorhandene Aufnahmekapazität nicht überschritten wird und die Gottesdienstbesucher/innen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.
In Kirchen mit Bankreihen ist darauf zu achten, dass die Plätze so eingenommen werden, dass niemand aufstehen muss, um einen anderen in die Bank zu lassen.

Während des Gottesdienstes muss ein Ordner am Ein-/Ausgang kontrollieren, dass keine weiteren nicht angemeldeten Personen die Kirche betreten bzw. die Höchstzahl der Gottesdienstteilnehmer nicht überschritten wird.

11. Gottesdienstablauf
11.1 Liturgische Dienste
Zu jedem Zeitpunkt des Gottesdienstes sind die Abstandsregeln zwischen den Anwesenden, auch bei denjenigen, die einen liturgischen Dienst ausüben, einzuhalten (s.o.). Von einer allgemeinen Pflicht, im Gottesdienst eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, sind jene entbunden, die gerade sprechen (Gebete, Vortrag Lesung/Antwortpsalm/ Evangelium). Es wird empfohlen, von der Konzelebration Abstand zu nehmen. 4 Neben dem Priester kann ggf. ein Diakon seinen Dienst tun. Ministranten/-innen sind derzeit nicht vorgesehen. Bei der Aussetzung, der Anbetung, ggf. dem Eucharistischen Segen und der Reponierung des Allerheiligsten ist auch strikt auf den Abstand zw. Vorsteher und weiterem liturgischen Dienst zu achten.

11.2 Liturgische Gegenstände
Liturgische Bücher (Messbuch, Lektionar) und Mappen (Fürbitten, Vermeldungen etc.) werden nur von der jeweils vortragenden Person in die Hand genommen und nicht an- bzw. weitergereicht. Der Buchkuss nach dem Evangelium entfällt. Ein Weihrauchfass wird nicht verwendet.

11.3 Hygiene-Ausrüstung
Desinfektionsmittel, Mundschutz und Einwegschutzhandschuhe für den Priester und ggf. den Diakon sowie erforderlichenfalls den weiteren liturgischen Dienst sind unter Beachtung der Hygieneregeln vor Gottesdienstbeginn so bereitzulegen, dass die jeweilige Person gut darauf zugreifen kann und sie nicht von einer anderen Person berührt werden.

12. Verlassen der Kirche
Nach dem Ende des Gottesdienstes verlassen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Kirche reihenweise geordnet unter Einhaltung der Abstandsregeln bei der vorher festgelegten Ausgangspforte, die während des Verlassens der Kirche geöffnet bleibt, damit niemand beim Verlassen der Kirche einen Türgriff anfassen muss. Sie werden darauf hingewiesen, dass vor der Kirche keine Ansammlungen gebildet werden dürfen und die Abstandsregeln einzuhalten sind. Ordner achten darauf, „Versammlungen“ vor dem Portal zu verhindern.

13. Reinigung der Bankreihen
Nach dem Gottesdienst sind die die Bankreihen gründlich zu reinigen. Der Kirchenraum muss gut durchlüftet werden.

14. Gottesdienste im Freien
Gottesdienste im Freien sind bis zu 50 Personen erlaubt. Es gelten die allgemeinen Abstandsregeln (mindestens 1,50 Meter).

 „Kirche vor Ort“ – Hilfsnetz der Pfarreiengemeinschaft Main-Steigerwald

Die aktuellen Ereignisse und gesellschaftlichen Veränderungen, die Corona nach sich zieht, stellen auch die Kirchen vor besondere Herausforderungen. Durch den Wegfall gemeinsamer Gottesdienste und anderer kirchlicher Angebote ist es schwieriger geworden, als Christen in Kontakt zu bleiben und Gemeinschaft zu leben. Die Seelsorger sind vorerst nicht mehr in jeder einzelnen Pfarrei regelmäßig anzutreffen, da keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden dürfen. Gerade jetzt aber sind gelebter Glaube, erfahrbare Gemeinschaft und christliche Nächstenliebe besonders wichtig und gemeinsame Aufgabe aller Christen.


Daher bietet die Pfarreiengemeinschaft Main-Steigerwald das Hilfsnetz „Kirche vor Ort“ an. In jeder Pfarrei gibt es einen unmittelbaren Ansprechpartner, der bei Fragen und Anliegen rund ums Gemeindeleben zur Verfügung steht, ein offenes Ohr für persönliche Anliegen hat, kurzfristig Kontakt zu einem der Seelsorger herstellt oder auch alltägliche Hilfe (z.B. Besorgungen, Apothekengänge, etc.) koordiniert.

Als Ansprechpartner der katholischen Pfarrgemeinden vor Ort stehen folgende Ehrenamtliche aus den örtlichen Pfarrgemeinderäten mit Rat und Tat zur Verfügung.

Eltmann: Lena Bimmerlein (09522 5684)
Limbach: Sigrid Schuhmann (09522 70300)
Schleichachorte: Sabine Weinbeer (09529 950120)
Trossenfurt: Maria Schömig (09522 6413)
Dippach: Franzpeter Jäger (09522 708242)
Weisbrunn: Hans Schuck (09522 70202)
Fatschenbrunn: Ruth Hümmer-Hutzel (09529 8109937)

Sollte der Ansprechpartner vor Ort nicht erreichbar sein, nimmt Gemeindereferentin
Isabella Friedrich Ihren Anruf entgegen (Tel.: 09522/709341).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

­