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Liebe Leserinnen und Leser, aus gegebenem Anlass werden bis zum 20. April leider alle Veranstaltungen ausfallen. Dies betrifft auch alle gottesdienstlichen Feiern. Das Dekret des Bischof hierzu finden Sie auf unser Homepage unter Aktuelles zum nachlesen. Sicher kann es ein Trost sein, dass wir trotz allem weiterhin im Gebet verbunden sind. 
Wir wünschen Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund! Ihre Pfarreiengemeinschaft Main-Steigerwald


Wir feiern das Osterfest!

Überall in unserem Bistum bereiten sich die Pfarrgemeinden auf das Osterfest vor. In Zeiten von Corona und den bestehenden Ausgangsbeschränkungen ist es schwierig, den Gemeinschaftscharakter und die Festlichkeit der Heiligen Woche zum Ausdruck zu bringen. Daher lädt das Pfarreiteam mit Pfarrer Bernhard Öchsner, Vikar Andreas Hartung, Pastoralreferentin Barbara Heinrich, Pfarrer Otmar Pottler und Gemeindereferentin und Religionslehrerin Isabella Friedrich alle Gläubigen zur Mitfeier der Karwoche im Gebet zuhause ein. Es können zwar keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden, die Seelsorger aber feiern in der Karwoche stellvertretend in den Kirchen von Eltmann, Trossenfurt und Limbach für die Gemeinden im Pfarrverband Main-Steigerwald die festlichen Osterliturgien.

Am kommenden Samstag können Palmwedel in alle Kirchen zur Weihe gebracht werden. Die Seelsorger segnen sie dort am Palmsonntag vormittags. Sie können dann am Nachmittag des Palmsonntags ab 14.00 Uhr abgeholt werden. In Limbach werden sie in der Dorfkirche geweiht. Am Karfreitag und Karsamstag klappern die Ministranten von Zuhause aus an geöffneten Fenstern und laden ihre Gemeindemitglieder zum Gebet ein. Alle sind eingeladen, zuhause den Kreuzweg zu beten. Gebete und Andachten für Gründonnerstag und Karfreitag sind im Gotteslob zu finden. (Nr. 675, Nr. 683 und Nr. 684).

Auch die Feiern zur Osternacht können nicht öffentlich stattfinden. Die Osterkerzen werden gesegnet und von Gemeindemitgliedern der jeweiligen Orte abgeholt. Ab Ostersonntag stehen sie dann in den Kirchen der Orte festlich geschmückt. Am Ostersonntag läuten um 12.00 Uhr läuten alle Glocken, um das Osterfest zu verkünden.

Ein Hausgottesdienst zu Ostern, verschiedene Gebets- und Meditationstexte zu den Tagen der Karwoche sowie ein Gebetsblatt mit Geschichten, Texten und Liedern für eine kindgerechte Osterfeier zuhause liegen ab dem morgigen Samstag in den Kirchen aus. Zudem stehen auf der Internetseite der Pfarreiengemeinschaft zum Download bereit (www.pg-main-steigerwald.de). Die Seelsorger und Priester der Pfarreiengemeinschaft sind über das Pfarramt Eltmann (09522/708940) oder unter den im Pfarrbrief angegebenen Rufnummern erreichbar. Sollte jemand aus der Pfarreiengemeinschaft aufgrund der aktuellen Situation Unterstützung beim Einkauf, Arztbesuch, etc. benötigen, steht das Hilfsnetz „Kirche vor Ort“ zur Verfügung. Isabella Friedrich nimmt weiterhin Anfragen entgegen und leitet sie an Ihr Helferteam weiter (09522/709341).

osterstrauss 16 by martin manigatterer pfarrbriefservice

Wir wünschen Ihnen, auch im Namen unserer Ehrenamtlichen
ein gesegnetes Osterfest!

Ihr Pfarreiteam

 

 

Familienosterfeier als Pdf:   Familienosterfeier.pdf

Familienosterfeier 
zuhause 2020

„Vom Tod
zu neuem
Leben – Ostern!“

Vorbereitungen:
kleine Kreuze
aus schwarzem Tonpapier, feuerfeste Schale, größere Kerze (Osterkerze),
Brot (Osterbrot, Fladenbrot), Gotteslob

20200401 134025









1. Besinnung: Dunkelheit in unserem Leben  (am Tisch in der Wohnung)

Lied: Halte zu mir guter Gott (GL 830)

Schwarze Kreuzchen an alle verteilen

M/V: Wir halten ein kleines schwarzes Kreuz in den Händen. Es erinnert uns an den Tod von Jesus.
Damals war alles schwarz und dunkel. Die Menschen waren traurig und fühlten sich verlassen.
Das schwarze Kreuz erinnert uns auch an unser eigenes Leben. Auch heute tragen viele Menschen ein dunkles schweres Kreuz in ihren Herzen.
Manchmal bin ich traurig, wenn mir nichts gelingen will, obwohl ich mich anstrenge,
wenn ich mich als Verlierer fühle, dann ist mein Leben kalt und dunkel!
Manchmal bin ich einsam, wenn niemand Zeit für mich hat, wenn mir niemand zuhört, wenn ich von anderen links liegen gelassen werde, dann ist mein Leben kalt und dunkel!
Manchmal habe ich Angst vor dem Tod, wenn ich mich krank fühle, wenn andere Menschen krank sind, die ich liebhabe, wenn ein Virus die Menschen bedroht und das Leben plötzlich ganz anders ist. Das bedrückt mich, dann ist mein Leben kalt und dunkel!
Auch wir kennen solche Erfahrungen. Wo ist es manchmal in meinem Leben dunkel und finster? Wann bin ich traurig oder habe Angst?
-Stille-

M/V/K: Manchmal bin ich traurig/habe Angst, wenn… (freie Aussagen)

M/V: Wenn es dunkel ist, haben wir oft Angst. Wir sehnen uns nach einem guten Wort, nach jemanden, der uns in den Arm nimmt. Das ist wie Licht. Das Licht ist ein Zeichen des Lebens und der Hoffnung. Wir werden jetzt draußen ein kleines Feuer anzünden, ein Osterfeuer. Es leuchtet für uns hell und warm. Wir dürfen unser kleines schwarzes Kreuz mit hinausnehmen und ein Feuer entzünden, das Wärme und Licht schenkt.

Liedruf beim Weg nach draußen: Geh mit uns, auf unserm Weg (GL 834, wiederholen)

2. Lichtfeier: Jesus schenkt uns neues Licht  (im Freien)

 Kleines Feuer entzünden:

M/V: Auch Jesus hat das Dunkel gekannt. Er wurde von vielen nicht verstanden, seine Freunde haben ihn im Stich gelassen. Schließlich starb er am Kreuz. Doch Jesus schenkte durch seinen Tod neues Licht. Wie dieses Feuer. Jesus hat die Dunkelheit und Kälte besiegt. Darum feiern wir heute miteinander das Osterfest!

M/V: Wir glauben an das Licht der Liebe, das Jesus in unsere Welt getragen hat. Darum dürfen wir nun unsere dunklen Kreuze, alles, was uns bedrückt, in unser Osterfeuer werfen. Wir dürfen vertrauen: Gott wird all unsere Sorgen annehmen und verwandeln. Aus Kälte wird Wärme, aus Dunkel wird Licht, aus Traurigkeit wird Osterfreude!

(Kreuze vorsichtig ins Feuer werfen)

Entzünden der Kerze:

M/V: Wir entzünden jetzt eine Kerze am Osterfeuer. Sie soll uns Zeichen dafür sein, dass Jesus unsere Dunkelheit hell machen will. Was dunkel ist, das macht er hell!

Gebet: Großer Gott, über die ganze Schöpfung hast du gerufen: Es werde Licht. Nur im Licht kann Leben entstehen. So segne diese Osterkerze, die uns das ganze Jahr mit dem Licht deiner Liebe und Hoffnung erleuchten soll (Kreuz auf Kerze machen und die Kerze am Osterfeuer entzünden)

Zum Rückweg in die Wohnung: Mache dich auf und werde Licht (GL 219, wiederholen, Kind darf Kerze tragen und auf Tisch stellen)

3. Wortfeier: Das Licht schenkt neues Leben

Geschichte: Die kleine Raupe

Es war einmal eine kleine Raupe. Sie liebte es durch die Natur zu ziehen, Freunde zu treffen und sich die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen. Außerdem liebte sie zu fressen, den ganzen Tag. Am liebsten goldgelben Löwenzahn mit saftiggrünen Blättern.

Doch vor einer Sache hatte die Raupe Angst: Sie erlebte immer wieder, dass sich eine ihrer Raupenfreunde zurückzog und in einer komischen Hülle versteckte. Starben sie da? Müsste sie selbst auch einmal sterben?

Aber ein kräftiger Biss in den nächsten Löwenzahn wischte diese trüben Gedanken immer wieder weg. Unsere kleine Raupe wuchs und wuchs, wurde dick und rund und freute sich am Leben. Immer wieder staute sie über die schöne Natur: die bunten Blumen, das frische Wasser und die anderen Tiere, Vögel, Käfer, Schmetterlinge – vor allem die Schmetterlinge hatten es der Raupe angetan. Wie wunderschön bunt sie doch waren! Je mehr die Raupe wuchs, umso mehr wuchs auch die Angst: Würde sich die Raupe auch in so einer harten Hülle einschließen müssen wie ihre Freunde? Und was kommt dann? Der Tod? Eines Tages spürte die Raupe: Nun ist es soweit! Um die Raupe herum wuchs ganz von allein eine dicke Haut. Die Raupe konnte nichts mehr sehen und fiel in einen tiefen Schlaf. Doch nach langer Zeit wachte die Raupe plötzlich auf und merkte: Da sind doch Löcher in meiner festen Haut! Mit ihren Beinen drückte sie die vertrocknete Schale weg. Da… Licht! Die Raupe freute sich. Wie gewohnt wollte sie loskriechen. Aber irgendwie ging das nicht. Die Raupe schüttelte sich und da sah sie plötzlich große zarte Flügel auf ihrem Rücken. Wie schön waren die leuchtenden Farben! Und die Raupe bewegte ihre Flügel und schwang sich in die Luft. Die Raupe spürte mit einem Mal: Ich bin nicht tot, ich bin aber auch keine Raupe mehr! Ich bin ein Schmetterling! So schön wie die, die ich früher immer bewundert habe! Ich bin auferstanden und etwas völlig Neues geworden!

(Bernhard Schweiger) 

Lied: Laudato si (GL 809, Str. 1-3)

M/V: Was ist mit der kleinen Raupe geschehen? (Gespräch mit Kindern)

Die Raupe hat sich zu einem völlig neuen Leben verwandelt. So ähnlich war es auch bei Jesus. Gott hat ihm nicht im Tod gelassen. Er ist aus dem Dunkel des Grabes auferstanden, und zwar völlig neu. Hören wir die Geschichte aus der Bibel.

Die Ostergeschichte:

M/V: Nachdem Jesus gestorben war, machten sich drei Frauen auf den Weg zu seinem Grab in der Felsenhöhle. Sie waren sehr traurig und konnten es immer noch nicht verstehen, dass Jesus so grausam am Kreuz sterben musste. Er hatte doch nichts Böses getan! Früh am Morgen gingen sie zum Grab. Die Sonne ging gerade auf. Die Frauen hatten duftende Salben und Leinenbinden dabei, um den toten Jesus einzusalben. Sie wollten ihm etwas Gutes tun, auch wenn er schon tot war. Da erschraken die Frauen: Der Stein, der vor den Eingang der Grabhöhle gerollt war, war weggewälzt. Die drei Frauen hatten große Angst. Doch sie fassten Mut und gingen in das Grab hinein. Der tote Jesus war aber nicht mehr darin. Dafür sahen sie dort einen Mann in einem leuchtenden Gewand sitzen. Die Frauen erkannten sofort: Das muss ein Engel, ein Bote Gottes sein! Der Engel sagte zu den Frauen: „Ihr Frauen, habt keine Angst! Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth? Er ist nicht mehr da! Er lebt! Sein Vater im Himmel hat ihn auferweckt. Jesus ist auferstanden! Die Frauen konnten gar nicht glauben, was sie da hörten. Ihre Traurigkeit aber verwandelte sich in Freude und Mut. Sie ließen ihre Gefäße fallen und liefen zu den Jüngern, um ihnen die frohe Botschaft zu bringen: „Jesus ist auferstanden! Jesus lebt!“ (nach Mt 28, 1-8)

Nach der Ostererzählung: Hallelu, Hallelu, Hallelu, Halleluja, preiset den Herrn (GL 716)

Fürbitten:

M/V: Herr Jesus. Du bist von den Toten auferstanden. Gott hat dein Leben verwandelt. Darum wollen wir jetzt bitten. (dazwischen Liedruf: Das wünsch ich sehr, GL 817)

  • Für alle Menschen, die getauft sind. Lass sie immer wieder spüren, dass es gut ist, im Leben zu dir zu gehören.
  • Für alle Menschen, die nicht an die Auferstehung von Jesus glauben können. Lass sie Menschen finden, die ihnen voll Begeisterung den Glauben erzählen.
  • Für alle Menschen, die vom Coronavirus betroffen sind. Lass sie gesund werden
  • Für alle Familien, die in diesem Jahr zuhause Ostern feiern. Lass uns mit ihnen verbunden sein.
  • Für… (freie Fürbitten)
  • Für alle Menschen, die schon gestorben sind: Erwecke auch sie zu neuem Leben und erfülle uns alle mit dem Vertrauen, dass wir unsere Lieben irgendwann in deinem Reich wiedersehen werden.

M/V: Herr, höre unsere Bitten. Du unser guter Gott, der alle Trauer in Freude, alle Angst in Hoffnung und selbst den Tod in Leben verwandeln kann. Darum bitten wir heute und in Ewigkeit. Amen.

4. Brotfeier: Jesus gibt uns, was wir zum Leben brauchen. (Brot in die Mitte legen)

M/V: Jetzt wollen wir Brot miteinander teilen, so wie Jesus es getan hat. Gott hat schon die Israeliten damals mit dem Brot vom Himmel gestärkt für ihren Weg ins gelobte Land. Jesus hat für die Menschen immer wieder Brot geteilt und uns schließlich beim letzten Abendmahl das Brot des ewigen Lebens geschenkt. So, wie uns das Brot stärkt, so sollen wir als getaufte Christen einander immer wieder Kraft geben und Freude schenken.

Gebet: Guter Gott, im Brot kommst du uns näher. Im Brot werden wir eine Gemeinschaft und du bist mitten unter uns. Wir teilen dieses Brot untereinander, denn wenn wir gemeinsam essen, bist du mit uns. Darum beten wir gemeinsam...

Vater unser im Himmel,…

Lied: Wenn das Brot, das wir teilen (GL 470/1-3) (Brot teilen und essen)

Segensgebet:

M/V: Danke, guter Gott, dass du Jesus neue Leben geschenkt hast. Danke, dass wir heute in unserer Familie miteinander feiern konnten. Danke, Guter Gott, dass du immer bei uns sein willst. So bitten wir dich: Sei bei uns mit deinem österlichen Segen, begleite und beschütze uns. Segne uns und alle, die wir lieb haben im Namen des +Vaters, und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Sing mit mir ein Halleluja (GL 805)

Idee: Die Kinder dürfen einen bunten Schmetterling malen oder basteln und ins Fenster hängen.

Zusammenstellung:
Isabella Friedrich, Gemeindereferentin und Familienseelsorgerin im Dekanat Haßberge
Tel. 09521/9512477, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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