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Maria  Lichtmess

 

40 Tage nach Weihnachten ist "Darstellung des Herrn", im Volksmund besser bekannt als „Mariä Lichtmess“. An diesem Fest werden oft Kerzen gesegnet. Wir erklären Hintergrund, Bräuche und Bauernregeln!

Inhalt des Artikels

© Erzbistum Köln/Bernhard Riedl

An Mariä Lichtmess werden Kerzen gesegnet

„Darstellung des Herrn“ war ursprüng­lich ein Marien­fest. Maria übergibt ihren erst­ge­bore­nen Sohn im Jerusa­lemer Tem­pel an Gott (vgl. Lukas-Evangelium 2,22-40).

Zur Messe am 2. Februar können die Gläu­bigen tradi­tionell eigene Kerzen mit­bringen und diese seg­nen lassen. Oft werden auch Kerzen für den litur­gischen Bedarf während des Got­tes­dienstes geseg­net. Die brennen­den Kerzen symbo­lisieren für Chris­ten, dass Jesus Chris­tus neues Licht in die Welt ge­bracht hat. Inhalt­lich knüpft dies an die bib­lische Aus­sage des alten Simeon an, dass mit Jesus das Licht in die Welt ge­kommen ist, "das die Heiden erleuchtet".

In manchen Gemeinden findet mit den zuvor gesegne­ten Kerzen nach alter Tradi­tion eine Lichter­pro­zession statt, die an den Gang Marias zum Jerusa­lemer Tempel erinnert.

Den Namen „Mariä Licht­mess“ verdankt das Fest diesen Kerzen­segnungen und Lichter­pro­zessionen.

Wichtiges Fest, kein gesetzlicher Feiertag

Auch wenn "Darstellung des Herrn" bzw. Mariä Licht­mess als soganntes Herren­fest einen hohen Rang unter den Kirchen­festen hat, ist der Tag in Deutsch­land kein gesetz­licher Feiertag.

In Bayern war das Fest bis vor etwa 100 Jahren (1912) ein gesetz­licher Feiertag.

Liturgisch verdrängt das Fest "Dar­stellung des Herrn" auch den "Sonntag im Jahres­kreis". Das bedeutet: wenn der 2. Februar wie zuletzt im Jahr 2020 und zum nächsten Mal 2025 auf einen Sonn­tag fällt, werden die Texte und Gebete vom Fest­tag genutzt. Der liturgische 3. Sonntag im Jahres­kreis entfällt.

Warum heißt Mariä Lichtmess "Darstellung des Herrn"?

 

© Norbert Bach / Bonner Münster

 

Der Name „Darstellung des Herrn“ (lateinisch "In praesenta­tione Domini") beruht auf dem Bibel­text aus dem Lukas-Evangelium (Lk 2,22-40), der an diesem Tag in den Gottes­diensten gelesen wird. Im Text­ab­schnitt geht es darum, dass das Jesus­baby in den Tempel in Jerusalem gebracht wird. Dort begeg­nen Josef und Maria mit ihrem Kind den Propheten Simeon und Hanna.

Die biblische Szene geht auf zwei alt­testa­mentarische Gesetze zurück:

  • Nach dem jüdischen Rein­heits­gebot galt die Frau 40 Tage lang nach der Ge­burt eines Jungen als unrein. Aus diesem Grund musste im Tem­pel ein ein­jähriges Schaf als Brand­opfer und eine Taube als Sühn­opfer dar­gebracht werden. (vgl. Lev 12,1-8)
  • Außerdem galt der erst­geborene Junge nach dama­ligem Ver­ständnis als Eigen­tum Gottes. Er musste inner­halb einer bestimm­ten Frist im Tem­pel an Gott über­geben („darge­stellt“) werden und mit einem Geld­opfer der Eltern aus­ge­löst werden (vgl. Ex 13,2-15). 

40 Tage nach Weihnachten erinnert das Fest an diese Handlung für die Heilige Familie.

Simeon und Hanna

Laut Lukas-Evangelium begegneten Maria, Josef und das Jesus-Baby im Tempel dem greisen Simeon. Als dieser das Jesus-Kind sah und in die Arme nahm, rief er einen kurzen Lob­gesang aus. Dieser "Lob­gesang des Simeon" wird bis heute als "Nunc dimittis" im Stunden­gebet der Kirche jeden Abend im Nachtgebet (der Komplet) gebetet. Der Text lautet:

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frie­den scheiden.
Denn meine Au­gen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.
(Einheits­übersetzung, Lk 2,29-31, s. auch im Gottes­lob Nr. 665,2)

Weiter berichtet das Lukas-Evangelium auch von der hoch betagten Prophetin Hanna, die bei der Begeg­nung mit dem Jesus­kind Gott lobte und zu allen über das Kind sprach, "die auf die Erlösung Jerusalems warteten."

Ursprung von Darstellung des Herrn

Lichtmessen wurden im 5. Jahrhundert in Jerusalem gefeiert

„Dar­stellung des Herrn“ wurde erst­mals im 4. Jahr­hun­dert in Jerusa­lem am 40. Tag nach der Erschei­nung des Herrn ge­feiert. Im 5. Jahr­hundert kamen festliche Lichter­pro­zessionen hinzu. In Rom ist das Fest am 2. Februar seit dem 7. Jahr­hundert bekannt. An diesem Tag feiert es die Kirche noch heute.

Früher beendete Mariä Lichtmess die Weihnachtszeit

542 ordnete Kaiser Justinian an, dieses Fest in den Kalender des ost­römischen Reiches ein­zufügen. Es dauerte länger als ein Jahr­hundert, bis sich das Fest auch in Rom und im gallisch-fränkischen Raum einbürgerte.

Ehemals markierte der 2. Februar das Ende der Weihnachts­zeit, was nicht zuletzt auch an der Licht­sym­bolik lag, denn von diesem Zeit­punkt an werden die Tage wieder deut­lich länger und heller. Seit dem 2. Vati­kanischen Konzil endet die Weih­nachts­zeit bereits am Sonntag nach dem 6. Januar mit dem Fest „Taufe des Herrn“.

Aus diesem historischen Grund stehen bis heute in vielen Kirchen die Weih­nachts­krippen und manchmal auch Weih­nachts­bäume bis Ende Januar oder bis zum 2. Februar.

 

Mit dem Aschermittwoch beginnt der österliche Festkreis, der aus den beiden Elementen Fastenzeit (österliche Bußzeit) und Osterzeit besteht. Mehr als ein Drittel des ganzen Jahres liegen im österlichen Festkreis, der erst mit dem Pfingstsonntag endet. Schon alleine das zeigt, wie bedeutend das Osterfest ist. Es ist der Höhepunkt des ganzen Kirchenjahres und bedarf daher auch einer besonderen Feiergestalt.

Der Beginn der österlichen Bußzeit mit dem Aschermittwoch richtet sich nach dem Osterfest selbst: Ostern wird immer am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert. In diesem Jahr heißt das: Der Frühlingsbeginn ist fix am 21. März, der erste Vollmond erst am 8. April, deswegen ist der Ostersonntag im Jahr 2020 der 12. April. Von diesem Datum ausgehend wird nun rückwärts gerechnet: Die Fastenzeit umfasst sechs Sonntage, der Aschermittwoch ist der Mittwoch vor dem ersten Fastensonntag. Daher beginnt die österliche Bußzeit am 26. Februar 2020.

Im Gegensatz zur Adventszeit besitzt die Fastenzeit eine feste Anzahl an Tagen und dauert jedes Jahr gleich lange. Es sind übrigens tatsächlich 46 Tage und nicht nur 40, wie es oftmals heißt. Da die Sonntage der Fastenzeit aber grundsätzlich vom Fasten ausgenommen sind, kann man trotzdem von 40 Tagen Fastenzeit sprechen.

Erster Fastensonntag

Der erste Sonntag in der Fastenzeit heißt mit dem lateinischen Namen "Invocabit". Dieser Name stammt vom Eröffnungsvers dieses Sonntags, der dem Psalm 91 entnommen ist: "Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören."

Traditionell lenkt der erste Fastensonntag den Blick auf das Fasten Jesu und seine vierzigtägige Wüstenzeit. In der Liturgie wird die Versuchungsgeschichte nach einem der synoptischen Evangelien gelesen. Die Wüstenzeit Jesu, die Vorbereitung auf seinen Verkündigungsdienst war, steht gewissermaßen beispielhaft für das Fasten, das viele Christen in diesen Tagen üben.

Zweiter Fastensonntag

"Denk an dein Erbarmen, Herr" lauten die Worte aus dem 25. Psalm, die über dem zweiten Fastensonntag stehen, der deshalb auch "Reminiscere" genannt wird.

Auch für den zweiten Fastensonntag gibt es ein festes Thema, das in allen drei Lesejahren gleich ist: Die Evangelien berichten von der Verklärung Jesu auf dem Berg und von der Ankündigung seines Leidens und seiner Auferstehung. Sehr dezent leuchtet im Licht der Verklärung schon das Licht des Ostermorgens auf. Die Verklärung auf dem Berg ist daher ein Vorausblick auf Ostern. Das Fest der Verklärung Jesu wird alljährlich gesondert am 6. August gefeiert, aber es gehört auch untrennbar zur österlichen Bußzeit dazu. Immerhin ist die Verklärung ein Vorgeschmack der nachösterlichen Herrlichkeit Jesu. Oder, wie es die Präfation des Fastensonntags sagt: "In ihr erkennen wir, was Gesetz und Propheten bezeugen: dass wir durch das Leiden mit Christus zur Auferstehung gelangen."

Linktipp: Die Fastenzeit – 40 Tage ohne Gloria und Halleluja

Ab dem Aschermittwoch ändert sich einiges in der katholischen Liturgie: Auf den Gesang von Gloria und Halleluja wird verzichtet, aber auch Kirchenschmuck und Orgelmusik werden zurückgefahren. Das Ziel ist die Konzentration auf das wesentliche. Und die Chance, den Reichtum der Liturgie ab Ostern wieder neu zu erfahren.Zum Artikel

Dritter Fastensonntag

Die Liturgie des dritten Fastensonntags beginnt mit den Worten "Meine Augen schauen stets auf den Herrn" (Ps 25,15).

Am Sonntag "Oculi" variieren die Themen der Lesungstexte je nach Lesejahr. In diesem Jahr (Lesejahr A) lenkt das Evangelium den Blick auf die Begegnung zwischen Jesus und der Frau am Jakobsbrunnen. Die Perikope aus dem vierten Kapitel des Johannesevangeliums stellt Jesus als den vor, der das lebendige Wasser ist, das allen Menschen ewiges Leben schenken will.

Vierter Fastensonntag

"Laetare" heißt der vierte Fastensonntag mit lateinischem Namen. Der Eingangsvers macht deutlich, welches Thema an diesem Sonntag angeschlagen wird: "Freue dich, Stadt Jerusalem! Seid fröhlich zusammen mit ihr, alle, die ihr traurig wart (Jes 66,10)."

Der vierte Fastensonntag ist gewissermaßen das Pendant zum dritten Adventssonntag: An beiden Tagen geht es um Freude, um Vorfreude auf das große Fest, das am Ende der jeweiligen Vorbereitungszeit gefeiert wird. Wie ein Lichtblick in einer dunklen Zeit lässt der vierte Fastensonntag schon etwas vom Licht des Ostermorgens aufscheinen, der noch weit entfernt ist, aber doch so langsam ins Blickfeld rückt. Die Paramente sind an diesem Sonntag auch nicht violett, sondern rosa. Durch das violett der österlichen Bußzeit scheint schon das weiß der österlichen Festzeit.

Auch an diesem Sonntag wechselt das Thema des Evangeliums im Zyklus der Lesejahre. Im diesjährigen Lesejahr A wird aus dem neunten Kapitel des Johannesevangeliums die Heilung des Blindgeborenen gelesen. Jesus öffnet den Blinden die Augen, damit sie ihn erkennen, der als Licht in diese Welt gekommen ist. Und gleichzeitig weist die Blindenheilung auf jene Menschen hin, deren Augen noch nicht geöffnet wurden, die Jesus noch nicht als den Christus erkannt haben.

Ein Küster steht auf einer Leiter und verhüllt das Kreuz in einer Kapelle mit einem violetten Tuch.

Am fünften Fastensonntag, auch Passionssonntag genannt, werden in den Kirchen die Kreuze verhüllt – meist mit einem violetten Tuch.

Fünfter Fastensonntag

Der letzte Sonntag vor dem Palmsonntag wird auch Passionssonntag genannt. An diesem Sonntag werden in vielen Kirchen und Kapellen auch die Kreuze und Bilder verhüllt. Der Gekreuzigte soll den Blicken der Gläubigen entzogen sein, damit sie am Karfreitag neu das Kreuz und den, der an ihm gestorben ist, vor Augen haben. Es ist gewissermaßen ein Fasten für die Augen, um den Blick neu zu schärfen für das, was man sonst als ganz gewöhnlich und alltäglich ansieht.

Die Perikope von der Auferweckung des Lazarus bildet in diesem Jahr den Evangelientext für diesen Sonntag. Sie ist das größte der sieben Zeichen, die das Johannesevangelium erzählen. Die Erweckung des Lazarus steht daher auch am fünften Fastensonntag in unmittelbarer Nähe zum Beginn der Heiligen Woche. Sie bildet die Schnittstelle zu dem, was Jesus selbst in Jerusalem widerfahren wird. Und sie liefert die Hintergrundfolie, auf der die Tage seines Leidens und Sterbens zu lesen sind. Denn beides ist nicht das Ende, denn er selbst ist die Auferstehung und das Leben. Der Tod hat nicht das letzte Wort. Das zeigt die Erzählung von der Auferweckung des Lazarus sehr deutlich.

Der fünfte Fastensonntag ist in der katholischen Kirche seit vielen Jahren mit den Aktionen des Hilfswerkes Misereor verbunden. Viele Gemeinden laden an diesem Sonntag zu Fastenessen ein; auch die Kollekte in den Gottesdiensten kommt den Projekten von Misereor in Afrika, Asien und Lateinamerika zu Gute.

Palmsonntag

Der Palmsonntag ist der letzte Sonntag der österlichen Bußzeit. Er ist die Eingangspforte zur Heiligen Woche, mit ihm beginnt alljährlich die Liturgie der Kartage.

Traditionell stehen am Anfang des Palmsonntags die Segnung der Palmzweige und die Lesung des Evangeliums vom Einzug Jesu in Jerusalem. In feierlicher Prozession ziehen die Gläubigen anschließend zur Kirche. Damit erinnern sie an den Jubel der Menschen, die Jesus damals in Jerusalem willkommen geheißen haben. Der Jubelruf "Hosanna – Herr, hilf doch" hallt immer wieder in Gebeten und Liedern wider.

Doch bald ändert sich die Stimmung der Palmsonntagsliturgie. Denn schon die erste Lesung aus dem Propheten Jesaja lenkt den Blick auf das Leiden des Gottesknechtes. Und die zweite Lesung aus dem Philipperbrief thematisiert die Erniedrigung Jesu bis zum Kreuzestod. Schließlich wird am Palmsonntag bereits die Leidensgeschichte aus einem der drei synoptischen Evangelien gelesen. Das zeigt: Die Karwoche ist kein Nachspielen dessen, was sich damals in Jerusalem ereignet hat. Schon in der Eucharistiefeier des Palmsonntags gedenkt man des Leidens und Sterbens Jesu, aber auch seiner Auferstehung. Diese drei Dimensionen gehören untrennbar zusammen.

Der Palmsonntag beginnt mit Jubel und endet mit größter Stille. So leitet die Liturgie sehr behutsam hinüber in die Karwoche.

Von Fabian Brand

 

 

zum downloaden:

Pfarrbrief_v._26.11.22-05.02.2023_Stand_20.11.2022_22.30_fortlaufend.pdf
GottesdienstordnungAdvent2022.pdf

 


Datenschutz-20180620_formblatt_zustimmung_personen.pdf
datenschutz-fotos-pg-ci.pdf

 

joh 812 jesus christus spricht by martin manigatterer pfarrbriefservice

 

 

         

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https://www.bistum-wuerzburg.de/service/coronavirus


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https://www.tvmainfranken.de/mediathek/video/livestream/

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