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Vom Glück des Neuanfangs


Liebe Mitchristinnen und Mit-
christen in unserer Pfarreienge-
meinschaft!

In vielen Gesprächen im Rah-
men meiner Arbeit, aber auch
„zwischen Tür und Angel“, höre
ich Menschen immer wieder
sagen: „So, und jetzt fang ich
ganz neu an!“

Oft liegen persönliche Verände
rungen, eine überstandene
Krankheit oder ähnliche ein-
schneidende Erlebnisse hinter
ihnen. Und ich bewundere die
Kraft, die manche Leute auf-
bringen können, wenn sie Ver-
gangenes hinter sich lassen und
schwierige Lebenssituationen
zum Besseren wandeln wollen.
Die Sehnsucht nach Verände-
rung, nach mehr Glück und Le-
bensfreude macht diese Men-
schen stark.
Sich verändern wollen, neu
durchstarten – die Kraft dafür
gibt uns oft die Überzeugung,
dass alles immer besser wer-
den kann, dass wir unserem
Schicksal nicht blind ausgelie-
fert sind, sondern selbst das

 

 

 

 

 

 


Bild: Isabella Friedrich

Ruder in die Hand nehmen kön_
nen.
Und dies, liebe Leserinnen und
Leser, ist ein Wesenszug, der
uns Christen ausmacht, der uns
quasi „in die Wiege gelegt“
wurde. Mit der Geburt von Je_
sus nämlich wurden die Uhren
unserer Geschichte auf „Null“
gestellt, hat Gott mit uns Men_
schen nochmal ganz neu ange-
fangen.
Die vor uns liegende Fastenzeit
möchte daher für uns wie eine
Antwort sein auf diesen
„Neustart Gottes“. Die Fasten-
zeit mutet zu, über Lebensge-
wohnheiten und Lebensge-
staltung nachzudenken: Was ist
mir wichtig? Wofür lebe ich?
Was macht mich glücklich? Die
Fastenzeit schärft den Blick für

 


Überflüssiges, für das, was das Leben belastet, für Zwänge und Abhängigkeiten, für „seelische Karussellfahrten“, die uns und unsere
Lieben oft sehr belasten. Und ja, so ein persönlicher Neustart kostet viel, sehr viel Kraft. Aber sich darauf einzulassen lohnt sich, weil
der Gewinn groß ist. Er zahlt sich oft in vielen kleinen täglichen
Glücksmomenten aus, die uns zufrieden und stärker machen.

So mögen uns folgende Verse durch die vor uns liegende Fastenzeit
begleiten:
ZUM GLÜCK
            Muss ich nicht alles,
            was jemals falsch lief,
            wieder gut machen.
ZUM GLÜCK
            Muss ich nicht bei Altem
            stehen bleiben,
            weil es immer so war.
            sondern darf ich jeden Tag
            einen Neuanfang wagen.
ZUM GLÜCK
            gibt es einen, der vergibt,
            gibt es einen, der beschützt,
            gibt es einen, der liebt!
ZUM GLÜCK
             gibt es Gott!


            Es grüßt Sie herzlich!
Isabella Friedrich
Gemeindereferentin und Dekanatsfamilienseelsorgerin

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